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Proteine: Unerlässlich zum Fettabbau und somit Ihre Hauptverbündeten im Siegeszug für einen wohlproportionierten, gesunden und vitalen Körper!

Jedoch nur, wenn sie in Verbindung mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen aufgenommen werden…

(zurück zu Proteine Teil 1)
Wie sämtliche Mineralien, Vitamine und Spurenelemente, so wirken auch Aminosäuren im Verbund, in einem fein ausgetüftelten Wechselspiel miteinander. Sie bauen also aufeinander auf und ergänzen einander in ihren vielfältigen Funktionen.

Die isolierte Zufuhr einzelner Stoffe kann im besten Fall sinnlos und überflüssig oder sogar gefährlich sein. Daher raten Experten, einzelne, isolierte Aminosäuren nicht ohne ärztliche Aufsicht zu sich zu nehmen.

Sehr gut geeignet dem Körper eine ausreichende Eiweißzufuhr zu garantieren, ohne gleichzeitig Unmengen an Nahrungsfett zu sich zu nehmen, sind hingegen hochwertige und gut ausgewogene Proteinpulver aus natürlichen Zutaten (Molke, Mich, Soja…).

Mehr als ein Dutzend Aminosäuren spielen die Hauptrolle in unserem Organismus und daher möchten wir Ihnen diese hier in Stichworten ein wenig näher vorstellen.

L-Asparaginsäure
Eine nicht-essentielle Aminosäure: Der Star bei der Behandlung chronischer Müdigkeit und mangelnder Ausdauer sowie der Nebenwirkungen von Drogenentzug. Schützt das Nervensystem und baut Ammoniak im Körper ab.
Ideal, um sich mit L-Asparaginsäure zu versorgen: Keimlinge von Hülsenfrüchten

L-Arginin
Zählt zu den wichtigsten Aminosäuren: Entscheidende Rolle für die Muskelfunktionen, Heilungsprozesse und Wachstumsvorgänge; hemmt indessen das Tumorwachstum; entscheidend für die Unterstützung des Immunsystems sowie die männliche Fruchtbarkeit,
da es den Hormonhaushalt reguliert. Fördert die Wundheilung und hilft der Leber beim Entgiften; In Verbindung mit Lysin wird der Ausbruch von Herpes in Schach gehalten.
Bei Erwachsenen ist L-Arginin eine nicht-essentielle Aminosäure, d.h. es kann im Körper synthetisiert werden. Es ist daher nicht erforderlich, zusätzliche Mengen mit der Nahrung aufzunehmen. Für Kinder ist L-Arginin allerdings noch essentiell, also nicht vom Körper selbst herzustellen. Nüsse und Vollkorngetreide sind ideale Lieferanten dieser Aminosäure.

L- Glutamin
Eine Ableitung der Glutaminsäure, der man nachsagt das Bedürfnis nach Alkohol zu lindern. Außerdem hat man positive Auswirkungen (auch vorbeugend!) auf Magen- und Darmgeschwüre festgestellt. Hilfreich auch bei schubweise auftretenden Depressionen oder Momenten tiefer Niedergeschlagenheit. Unterstützt die Gedächtnisleistung.
Gilt als nicht-essentiell, da der menschliche Körper sie aus anderen Aminosäuren bilden kann, allerdings oft nicht in ausreichender Menge.
Enthalten in Casein (Molke!), Fleisch, Ei, Haselnüssen, Hafer, Weizen.

L-Carnitin
Nicht-essentiell. Regulierung des Fettstoffwechsels (Aha, aha…!!), indem die Fette an den Ort im Körper transportiert werden, wo sie jeweils zwecks Energieverbrauchs benötigt werden. Je mehr L-Carnitin dem Körper zur Verfügung steht, desto effektiver kann dieser Transport durchgeführt werden und desto mehr Fett wird verbraucht. (Hurra!). Diese Aminosäure wird benötigt für den Transport von Fetten durch die Membranen zu den Orten des Energieverbrauchs. Je mehr L-Carnitin zur Verfügung steht, desto schneller wird das Fett transportiert und desto mehr Fett kann als Energie verbraucht werden. Studien zeigen, dass L-Carnitin bei Herzleiden (auch zur Vorbeugung!) sowie bei Ernährungs- und Versorgungsproblemen der Muskeln hilfreich ist. Kommt hauptsächlich in Fleisch- und Milchprodukten vor.

L-Cystein

Gilt im Prinzip als nicht-essentiell, doch wird für den Aufbau ausreichend die essentielle Aminosäure Methionin benötigt. Enthält eine Schwefelverbindung, die Schwermetalle und freie Radikale bindet und somit die Körperzellen schützt und erhält. Erste Forschungen zeigen, dass L-Cystein helfen kann, durch Alkohol- und Nikotinmissbrauch entstandene Schäden zu beheben, ferner die Arthritisbehandlung unterstützt und den Körper bei DNA-Reparaturen unterstützt sowie einen gewissen Schutz vor Röntgenstrahlen bietet.
Kommt vor in Lachs und Garnelen, Pute, Huhn, Soja, Cashewnüssen, Weizenkeimen und Emmentaler.

Glyzin
Auch Aminoessigsäure genannt, gilt als die »einfachste« Aminosäure, wobei sich dies eher auf ihre chemische Struktur als auf ihre Wichtigkeit beziehen dürfte. Ihre verschiedenen Eigenschaften werden von den Wissenschaftlern noch untersucht und man ist sich bei weitem noch nicht über das Ausmaß ihres Wirkungsspektrums klar. Positive Ergebnisse wurden beobachtet bei einer Unterfunktion der Hirnanhangdrüse, bei spastischen Bewegungen, insbesondere bei multipler Sklerose sowie bei fortschreitender Muskeldystrophie (Versorgungs- und Ernährungsproblem der Muskeln, siehe auch L-Carnitin.) Wird ferner zur Behandlung von krankhafter Blutzuckersenkung eingesetzt, weil Glyzin die Freisetzung von Glukagon fördert, welches wiederum Glykogen mobilisiert, das dann als Glucose im Blutkreislauf zur Verfügung steht.
Reichlich enthalten in Gelatine, Rindfleisch, Leber, Hefe und Erdnüssen


L-Histidin
Eine der weniger bekannten Aminosäuren, deren Funktion im Körper nicht geklärt ist. Auch Forschungen zur Wirkungsweise von Histidin in Nahrungsergänzungen sind noch recht vage.
Wird bei der Behandlung von Arthritis-Patienten eingesetzt, die oftmals einen sehr niedrigen Histidin-Spiegel im Blut haben. Stärkt das Immunsystem und hat sich bei Autoimmunkrankheiten hilfreich erwiesen.


L-Methionin
Wie auch L-Cystein schwefelhaltig, wichtig für zahlreiche Körperfunktionen. Unerlässlich für die Synthese von L-Cystein und Taurin. Hilft fetthaltige Substanzen aus dem Blut auszuscheiden und verhindert so Arterienverstopfung und Herzinfarkt. Reguliert das Nervensystem und beugt Tumoren vor. Besonders enthalten in Eiern, Milcheiweiß, Leber und Fisch.

L-Lysin
Essentiell und somit absolut lebensnotwendig für jegliche Wachstums- und Regenerationsprozesse sowie die Synthese von Antikörpern, Hormonen und Enzymen. Baut Muskelmasse auf, steigert die Fruchtbarkeit und verbessert die Konzentrationsfähigkeit. Hemmt Herpes und verhindert in hohen Dosierungen das wiederaufflammen dieser Infektionen.
Ideal zur Versorgung mit dieser Aminosäure geeignet sind Limabohnen (köstlich, kennen Sie die?), Eier, Fleisch und Hefe.

L-Phenylalanin
Eine essentielle Aminosäure, für verschiedene biochemische Prozesse erforderlich, z.B. für die Synthese von Neurotransmittern im Gehirn, was zu einer Steigerung der Konzentrationsfähigkeit und Aufmerksamkeit führt. Setzt Hormone frei, die den Appetit regulieren, Suchtverhalten normalisieren und sexuell stimulierend wirken. Darüber hinaus lassen Forschungsergebnisse auf eine positive Wirkung bei Depressionen schließen. Enthalten in Sojaprotein sowie Nüssen und Kernen, besonders Sesam und Mandeln, aber auch in Erdnüssen. Wussten Sie übrigens, dass letztere botanisch zu den Hülsenfrüchten zählen und daher gekocht - z.B. in Jambalayas, den berühmten kreolischen Eintöpfen - dem Körper wesentlich zuträglicher und besser verdaulich sind als roh?!

DL-Phenylalanin (DLPA)

Achtung: Bitte nicht mit L-Phenylalanin verwechseln!
DL-Phenylalanin ist nämlich eine Unterart der Aminosäure Phenylalanin, welche zu gleichen Teilen D (synthetisches) Phenylalanin und L (natürliches) Phenylalanin besteht.
DL-Phenylalanin ist enorm wichtig für die Bildung und Aktivierung von Endorphinen. Die Endorphinausschüttung im Körper lindert ja bekanntlich starke Schmerzen oder schaltet diese sogar gänzlich aus. Daher hat man sehr gute Erfahrungen mit chronischen Schmerzpatienten (Neuralgie, Migräne) gemacht, bei denen herkömmliche Schmerzmittel nicht anschlugen. Besonders interessant: Die schmerzstillende Wirkung dieser Aminosäure erhöht sich mit der Zeit, statt sich wie bei Schmerzmitteln abzuschwächen oder abhängig zu machen! Wirkt zudem antidepressiv.
Ist in vielen Lebensmitteln enthalten, besonders in Gemüse, Nüssen, Samen, Weizenkeimen, Milchprodukten, Fleisch und Fisch.

L-Tryptophan
Eine unserer essentiellen Aminosäuren. Im subtilen Zusammenspiel mit Vitaminen und Mineralstoffen absolut notwendig für die Synthese von Serotonin, dem »Glücks- und Gute-Laune-Hormon« schlechthin! Serotonin wird heute eine entscheidende Rolle beigemessen für einen ausgeglichenen Gemütszustand, Gelassenheit, relative Schmerzunempfindlichkeit, guten Schlaf, normalen gesunden Appetit und viele andere wichtige Feinabstimmungen im Körper. Störungen in den soeben genannten Bereichen sowie Eßsucht, das Verlangen nach Alkohol und Depressionen werden oftmals durch einen zu niedrigen Serotoninspiegel (mit)ausgelöst.
Kein Wunder also, dass L-Tryptophan mit als erste der Aminosäuren als Nahrungsergänzung zugänglich war!
Enthalten in Fleisch, besonders Truthahn, Fisch, Milcheiweiß und Bananen.


Taurin
Eigentlich ein Abbauprodukt von Cystein und Methionin und somit eine nichtessentielle Aminosäure. Der seltsame Name rührt von der Stiergalle her, aus der Taurin erstmals isoliert wurde. Wichtigste Aufgabe ist die Unterstützung der Muskelfunktion und die Stabilisierung des Flüssigkeitshaushalts in den Zellen, (wichtig für optimale Proteinsynthese!), wobei Taurin gleichzeitig die Zellmembrane schützt und antioxydative Wirkung hat. Wirkt entzündungshemmend und stärkt das Immunsystem. Kann den Blutfettspiegel senken. Fernerhin wurden positive Auswirkungen bei durch Alkohol hervorgerufenen Leberschäden festgestellt. Taurinmangel schädigt die Netzhaut und schwächt das Sehvermögen. Im Verbund mit Zink geeignet als Schutz vor grauem Star.
Taurin findet sich überwiegend in Fleisch, Fisch und Eiern.


L-Tyrosin
Eine der nicht-essentiellen Aminosäuren, d.h. sie kann im Körper gebildet werden. Tyrosin ist ganz entscheidend beteiligt an der Bildung wichtiger Neurotransmitter im Gehirn und außerdem wie Jod ein Grundbaustoff des Schilddrüsenhormons. Energie spendend, Stress und Anspannung lindernd. Positive Auswirkungen bei Depressionen und prämenstruellem Syndrom. Hilfreich bei Kokain- und Heroinentzug. Hat sich außerdem einen guten Ruf erworben als »Fatburner« und zum Ausgleich von Heißhungerattacken in Richtung eines normalen Appetits.
Kommt in großen Mengen im Casein vor (Quark, Frischkäse und Käse!), aber auch in Gemüse (Erbsen!), Nüssen und Fleisch.

(weiter zu Proteine Teil 3)
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